Dr. Jürgen Rembold Stiftung
Dr. Jürgen Rembold Stiftung

Pressemitteilung vom 09.05.2017

Dr. Jürgen Rembold Stiftung * Fuchsweg 60 *  51503 Rösrath * Telefon 02205 83600

 

PRESSEMITTEILUNG

Rembold Stiftung fördert „Lernen durch Engagement“
Preisverleihung für Bürgerschaftliches Engagement an Schulen

 

Schon als junger Mensch etwas für andere tun und dabei für sich selbst lernen – das ermöglicht die bundesweite Initiative „Lernen durch Engagement“ (LdE), auch Service-Learning genannt. In dem aus der Freudenberg-Stiftung hervorgegangenen gemeinnützigen Netzwerk werden inzwischen über 150 Schulen fortgebildet und bei der Umsetzung von LdE beraten und betreut. Gemeinsam entwickeln Schüler und Lehrer Ideen, wie sie sich im sozialen, ökologischen, politischen oder kulturellen Bereich engagieren möchten. „Das Projekt wird im Unterricht geplant, praktische Erfahrungen reflektiert und mit Inhalten der Bildungs- und Lehrpläne verknüpft“, erläutert Stiftungsmanagerin Carla Gellert das Konzept von Service-Learning.

Nun wurden erstmals fünf „Lernen durch Engagement-Projekte“ ausgezeichnet mit Unterstützung der Dr. Jürgen Rembold Stiftung für bürgerschaftliches Engagement. Der engagierte Rösrather übergab die von ihm gestifteten Preisgelder in Höhe von insgesamt 3000 Euro persönlich im Rahmen der LdE-Netzwerktagung im Kardinal-Schulte-Haus in Bensberg. Weitere acht Schulen erhalten Projektmittel in Höhe von jeweils 250 Euro.  
„Mich begeistert die gelungene Verbindung von gemeinnützigem Handeln und Lernen“, betont Rembold anlässlich der Preisverleihung in seiner Rede vor Vertretern aus Schule, Stiftungen und  LdE-Netzwerk. In sehr persönlichen Worten stellt der 66jährige heraus, dass ihm die Arbeit mit der Stiftung Freude und Erfüllung bereitet. „Ich hätte schon viel früher mit gemeinnütziger Tätigkeit beginnen sollen“, reflektiert der ehemalige Vermögensberater offen.

Am Beispiel des erfolgreichen Open-Air-Projektes „Rösrath wird zur Galerie“ arbeitet Rembold  heraus, dass man mit bürgerschaftlichem Engagement auch viel  fürs Leben lernen kann.  „Allein in diesem Projekt finde ich 18 Bereiche, in denen man Know-how gewinnt“, konkretisiert er: So lerne man nicht nur Neues über Kunst und Künstler, sondern beispielsweise auch in den Bereichen Grafik/Design,  Betriebswirtschaftslehre (Kostenkalkulation Katalog),  Physik (Stabilität der Kunstwerke im Freien), Chemie (Verwitterung), Jura (Verträge und Haftung),  Vertrieb und Empathie (Einwerbung der Hausbesitzer/Künstler) sowie Marketing und PR. „Das ehrenamtliche Engagement ermöglicht Kindern und Jugendlichen auch wertvolle Erfahrungen zur demokratischen Verantwortungsübernahme“, ergänzt Gellert, „und macht sie selbstbewusster und aufmerksamer für das, was in ihrer Umwelt passiert“.

Mut und Feingefühl bewiesen auch die Erstplatzierten der Ernst-Reuter-Schule II in Frankfurt: Mit ihrem Projekt „Zwischen  Himmel und Hölle“ unterstützen sie ein Palliativzentrum und scheuen auch den Kontakt zu sterbenden Menschen nicht. „Ein Projekt, das sich gegen die Verdrängung von Tod und Trauer richtet mit Jugendlichen, die so manche Barriere leichter überwinden als Erwachsene“, loben die Laudatoren. Mit Platz zwei wurde das Christian-Wolff-Gymnasium in Halle ausgezeichnet. In ihrem Projekt setzen sich die Schüler für die Belange von Flüchtlingskindern in einer benachbarten Gemeinschaftsschule ein. Platz drei ging an die Kurt-Tucholsky-Schule in Flensburg, die einen Stadtplan aus dem Blickwinkel von Flüchtlingen erarbeitet hat und sich mit „Flensburg kostenlos erleben“ für Teilhabegerechtigkeit einsetzt. Auf Platz vier wählte die Jury die Freie Montessori Schule Landau, die trotz Abiturvorbereitungen mit allen Schülern der Oberstufe regelmäßig LdE-Projekte umsetzt, Platz fünf erhielt die Förderschule „Miteinander“ in Wefensleben. In dem bewusst niedrigschwellig angelegten Projekt „Tatkräftig“ pflegen die Schüler das Außengelände eines Mehrgenerationenhauses und „wachsen so selbst mit ihrer Aufgabe.“
„Fünf Beispiele, die zeigen, dass man sich schon früh für bürgerschaftliches Engagement begeistern kann“,  so Stifter Dr. Jürgen Rembold. Er kündigt die Fortsetzung seiner Förderung an und überreicht den Preisträgern nebst Scheck ein duftendes Paket „Rösrather Kulturkaffee“ sowie einen Ausstellungskatalog „Rösrath wird zur Galerie“  - verbunden mit der Einladung zu einem Spaziergang durch die Freiluftausstellung. „Ein Projekt, das es nicht gegeben hätte ohne Mut zur Vision und Menschen, die das Paradebeispiel an bürgerschaftlichem Engagement unterstützen.“

 

22.05.2017/Stoll-Hennen

 

Infos zum Netzwerk „Lernen durch Engagement“ unter: www.lernen-durch-engagement.de

 

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