Dr. Jürgen Rembold Stiftung
Dr. Jürgen Rembold Stiftung

Pressemitteilung vom 24.06.2020

Dr. Jürgen Rembold Stiftung * Fuchsweg 60 *  51503 Rösrath * Telefon 02205 83600

 

PRESSEMITTEILUNG

 

Corona op Kölsch
Mario Maintz und Stefanie Brands gewinnen dritten Kölsch-Literaturwettbewerb

 

Ganz und gar nicht „drövsilllig“ war das dritte Finale des Rösrather Kölsch-Literaturwettbewerbs, auch wenn vier der sechs Wettbewerbsbeiträge das Corona-Virus mit all seinen Nebenwirkungen „op Kölsch“ verarbeitet haben. Die von den Mundart-Profis Monika Kampmann, Thomas Cüpper, Dr. Bernd Hambüchen und Paula Hiertz  in einem anonymen Verfahren ausgewählten sechs Finalisten präsentierten ihre in „Kölscher Sproch“ verfassten Rümcher (Lyrik) und Verzällcher (Prosa) mit viel Herzblut und Hingabe im Bergischen Saal von Schloss Eulenbroich.
In seinem Lyrikbeitrag „E drövsilllig Fröjohr oder Mer kann et su oder su sinn“ beobachtet Mario Maintz die Menschen im Lockdown präzise und deckt mit Humor und tiefgründigem Hintersinn auch die Ambivalenz der Krise auf: Es ist still, aber abends hört man „de Lück applaudiere“. Auf den Straßen ist kaum noch Verkehr, aber am Rhein spazieren und fahren sie Rad, „so vill Bewegung wor nie en der Stadt.“ Trotz Maskenpflicht und sozialer Distanzierung kommt Maintz zu dem Schluss: „Mer losse (..) uns vun Corona nit et Levve verleide. Met dir zosamme, dat es mir klor, gonn ich vergnög durch dat missliche Johr“. Mit dieser Botschaft gewinnt er nicht nur die Herzen der Zuhörer, sondern auch den mit 300 Euro dotierten ersten Platz in der Kategorie Lyrik.
Die erste Veranstaltung des Kulturvereins Schloss Eulenbroich e.V. nach dem Lockdown ist für alle Beteiligten eine Herausforderung. „28 Seiten Bestimmungen und 16 Seiten Hygienekonzept wären in Kölscher Sprache sicher auch ein bemerkenswertes  Verzällcher“, witzelte Sponsor Dr. Jürgen Rembold zur Begrüßung. Mit den Zuschauern, den vortragenden Finalisten und Jurymitgliedern war die vom Ordnungsamt erlaubte  Besucherzahl voll erfüllt. „Die Resonanz übertrifft unsere Erwartungen“, freute sich Ingrid Ittel-Fernau, Leiterin des Kulturvereins und bedankte sich bei den zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die den enormen organisatorischen Aufwand stemmten und mit lila getupften Kampmann-Socken als Mikrofonschutz überdies eigenen Corona-Humor bewiesen.
Mit schauspielerischem Talent und ganzem Körpereinsatz sorgte Stefanie Brands dafür, dass der komplette Saal zu später Stunde eine höchst vergnügliche virtuelle Reise in den Aldi unternahm. In der Geschichte  „sch geh Aldi“ persifliert sie das Konsumdiktat der Discounter auf urkomische Weise, reitet im Wort-Galopp durch die jahreszeitlichen Sonderangebote, denn „d’r Aldi hät bei de Lück enzweschen die Planung vum janze Johr üvvernommen - von der italjänische bis zur chinesische Woche un Hemde, die de Wärm halde udder Wärm avvjevve.“  Und wenn man sich dann durch all das durchgekämpft hat und sich ganz sicher ist, hunderte von Euro gespart zu haben, bleibt nur noch eine Frage: „Wat jitt et nöchste Woch beim Lidl?“ Für Brands gibt es erst einmal viel Applaus und den Sieg in der Kategorie Prosa.
Die zweiten Plätze belegten Michael Hehn mit dem Lyrikbeitrag „Wat mer Kölsche han“ und Elisabeth Kump mit „Et gitt nix Schlemmeres wie Minsche“  in der Kategorie Prosa. Hehn verknüpft auf geniale Weise das Kölsche Grundgesetz mit den Ereignissen rund um Corona. Klar, dass die beiden miteinander im Konflikt geraten, Corona ist eben ein „janz schöner Driss, aber et is wie et is“. Auch Kump widmet sich in ihrem Verzällcher den Absurditäten von Corona und fragt süffisant ob Klopapier „üvverhaup schmeck“.
Die dritten Plätze gingen an Hans Heinz Eimermacher mit dem Gedicht „Me sen jetz elektrisch“, das den Automatisierungswahn in den eigenen vier Wänden aufs Korn nimmt und Rita Goldammer mit dem Prosastück „Pooschte 2020“, in dem sie mit einem Augenzwinkern das ausgefallene Osterfest im Kreise der ach so geliebten Familie schildert.
Zum Abschluss erhielten die Finalisten von Stifter Dr. Jürgen Rembold ein Paket Rösrather Kulturkaffee samt Tasse und Schecks in Höhe von je 300, 200 und 100 Euro.
Beim Corona-geordneten Rückzug in die laue Sommernacht hörte man ein vielfaches „Wat wor et schön“ - das erste Corona-Event des Rösrather Kulturvereins ist offenbar geglückt.

Petra Stoll-Hennen, 24.06.2020

www.kulturverein-schloss-eulenbroich.de
www.remboldstiftung.de

Pressemitteilung vom 09.06.2020

PRESSEMITTEILUNG

 

Dritter Kölsch-Literatur-Wettbewerb findet statt

Verzällcher und Rümcher zur Erbauung in Corona-Zeiten

 

Kulturveranstaltungen in Zeiten von Corona sind noch immer eine Rarität: Umso erfreuter zeigt sich der Rösrather Kulturverein, dass es gelungen ist, unter strengen Auflagen und mit einer Begrenzung der Teilnehmerzahl den dritten Kölsch Literaturwettbewerb planmäßig am Mittwoch, 24. Juni, um

19.30 Uhr im Rösrather Schloss Eulenbroich durchzuführen. „Die Stadt hat unser umfassendes Hygienekonzept genehmigt und damit auch ein Zeichen für das Überleben der Kultur und Kulturschaffenden gesetzt“, betont die Vereinsvorsitzende Ingrid Ittel-Fernau. 

Zum dritten Mal präsentieren sechs ausgewählte Finalisten ihre in „Kölscher Sproch“ verfassten Verzällcher und Rümcher im Bergischen Saal von Schloss Eulenbroich. Aufgrund der besonderen Lage können nur 25 Tickets an Liebhaber der „Köln-Kultur“ ausgegeben werden, die ab sofort für 10 Euro im Verkauf sind.

Zum Wettbewerb hat die Dr. Jürgen Rembold Stiftung zur Förderung des bürgerschaftlichen

Engagements erneut Preise ausgelobt. „Das Format fördert die Erhaltung und Wiederbelebung der Kölschen Sprache auf sehr unterhaltsame Weise“, so der in Köln geborene Stifter. Für die Sieger in jeder Gattung gibt es 300 Euro, für die Zweitplatzierten 200 Euro, an Platz drei gehen je 100 Euro.

Wer gewinnt, entscheidet das Publikum nach den Live-Vorträgen in geheimer Abstimmung. „Die Zuhörer können sich auch in diesem Jahr auf  hochkarätige, mit Humor gespickte Beiträge freuen“, verspricht Ittel-Fernau. Aus den eingereichten Lyrik- und  Prosatexten haben die Jurymitglieder Thomas Cüpper alias „Et Klimpermännche“, Autor Dr. Bernd Hambüchen, Liedermacherin Monika Kampmann und die Kölsche-Mundart-Autorin Paula Hiertz in einem anonymisierten Verfahren die Top drei in jeder Sparte nach zuvor festgelegten  Kriterien ausgewählt. In der Kategorie Lyrik treten Mario Maintz mit „E drövsilllig Fröjohr oder Mer kann et su oder su sinn“, Michael Hehn mit „Wat mer Kölsche han“ sowie Hans Heinz Eimermacher mit „Me sen jetz elektrisch“ an. Um den besten Prosabeitrag kämpfen Stefanie Brands mit „´sch geh Aldi“, Rita Goldammer mit „Poschte 2020“ sowie Elisabeth Kump mit „Et gitt nix Schlemmeres wie Minsche“. Einlass ist ab 19 Uhr, Besucher werden gebeten, pünktlich zu kommen, da die Abwicklung etwas Zeit in Anspruch nehmen wird. 

Tickets gibt es online unter http://www.ztix.de/kulturvereinroesrath/kalender.html oder in den Rösrather

Buchhandlungen Junimond (Hauptstr. 43 & Bensberger Str. 260c),Till Eulenspiegel (Hauptstr. 256) sowie bei HENNES Optik & Hörgeräte ( Sülztalplatz 1) www.kulturverein-schloss-eulenbroich.de ;  www.remboldstiftung.de

Stoll-Hennen/ 09.06.2020 


 

Pressemitteilung vom 30.03.2020

PRESSEMITTEILUNG

 

Mitmachen beim Kölsch-Literatur-Wettbewerb
Rembold Stiftung lobt zum dritten Mal Preise für beste Beiträge aus

 

„Auch wenn im Moment wegen der aktuellen Einschränkungen alle Kulturveranstaltungen auf Eis liegen oder ausfallen müssen, planen wir für die Zeit nach dem Corona-Shutdown“, bekräftigt Ingrid Ittel-Fernau, Vorsitzende des Rösrather Kulturvereins Schloss Eulenbroich e.V.
So soll auch der für den 24. Juni geplante Kölsch-Literatur-Wettbewerb nach Möglichkeit stattfinden. Das „kölsche Hätz“ lässt sich so leicht nicht unterkriegen, ist Ittel-Fernau überzeugt und hofft, dass viele Menschen die ungewollte Zwangspause und Verbannung in die eigenen vier Wände nutzen, um kreativ zu werden. „Verzällcher und Rümcher über Erlebnisse in diesen ungewöhnlichen Corona-Zeiten sind genauso willkommen wie Geschichten und Gedichte zur Ablenkung und Erbauung“. Alle Beiträge müssen in kölscher Sprache verfasst sein und können bis 30. April eingereicht werden.
Zur Auswahl stehen die Kategorien Lyrik und Prosa. Von jedem Einreicher werden unter einem Psyeudonym ein Prosatext oder maximal drei Gedichte angenommen, damit absolute Neutralität gewährleistet ist, so die Organisatorin. Prosatexte sollen innerhalb von sechs Minuten vorzulesen sein, für Gedichte ist eine Vorlesezeit von maximal drei Minuten vorgesehen.
Eine Jury aus renommierten Persönlichkeiten, die mit der Kultur und Kölschen Sprache vertraut sind, wählt aus den eingereichten Texten drei Prosa- und drei Lyrikbeiträge aus, die Autoren werden zum Finale am 24. Juni eingeladen und tragen dort ihre Geschichten und Gedichte persönlich vor. Das Publikum stimmt dann über die Platzierungen ab.
Bereits zum dritten Mal unterstützt die Dr. Jürgen Rembold Stiftung für bürgerschaftliches Engagement den Wettbewerb mit Preisgeldern. In jeder Gattung gibt es jeweils 300 Euro für den Sieger, 200 Euro für den Zweitplatzierten und 100 Euro für den dritten Platz.
„Das Erzählen von Geschichten ist urkölsch“, sagt Rembold, „das haben die hochkarätigen, amüsanten Beiträge der Finalisten im letzten Jahr eindrucksvoll unter Beweis gestellt.“
„Eine möglichst  breite, zahlreiche Teilnehmerschaft liegt uns sehr am Herzen“, ergänzt Ittel-Fernau. Sie selbst pflegt gemeinsam mit Monika Kampmann seit Jahren das kölsche Sprach- und Liedgut und hofft, dass viele die Zwangsentschleunigung zu Hause nutzen und sich zu einem Verzällcher oder Rümcher inspirieren lassen.
Detaillierte Ausschreibungsunterlagen gibt es auf den Internetseiten des Kulturvereins Schloss Eulenbroich sowie der Dr. Jürgen Rembold Stiftung.


www.kulturverein-schloss-eulenbroich.de/veranstaltung/ausschreibung-3-koelsch-literatur-wettbewerb-24-06-2020/ oder www.remboldstiftung.de.


Einsendungen bitte per Mail an ute.maria.bernatzki@googlemail.com und in Kopie an fernaui@aol.com oder postalisch an Kulturverein Schloss Eulenbroich e.V., Zum Eulenbroicher Auel 19, 51503 Rösrath, Stichwort Kölsch-Literatur-Wettbewerb 2020.

 

                                                                                                                                                         Petra Stoll-Hennen, 30.03.2020


 

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