Dr. Jürgen Rembold Stiftung
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Pressemitteilung vom 05.11.2019

Dr. Jürgen Rembold Stiftung * Fuchsweg 60 *  51503 Rösrath * Telefon 02205 83600


PRESSEMITTEILUNG

 

 

Lukrezia Krämer gewinnt Publikumspreis

der 39. Rösrather Künstlerausstellung

 

Acht Tage nutzten zahlreiche Besucherinnen und Besucher der 39. Ausstellung Rösrather Künstler im Werkstattgebäude von Schloss Eulenbroich die Gelegenheit, sich eine ganz besondere Pause mitten im Alltag zu gönnen und bei einem Rundgang nicht nur abzuschalten und aufzutanken, sondern mit ihrem Votum drei Lieblingswerke auszuwählen.

Nun endete die Ausstellung mit einer spannenden, unterhaltsamen Finissage und einer überglücklichen Lukrezia Krämer als Siegerin des Publikumspreises: In ihrem Landschaftsgemälde “Wunderland“ entführt die junge Künstlerin den Betrachter in einen mystisch-idyllischen Wald, in dem ein Mädchen elfengleich zum Horizont hin wandelt. Ein ausdrucksstarkes Ölgemälde, das auch Kunsttheoretikerin Marise Schreiber mit den Worten würdigte: „Mich wundert nicht, dass ‚Wunderland‘ gewonnen hat“.

Die von zahlreich erschienenen Kunstschaffenden und Kunstliebhabern mit Spannung verfolgte Preisverleihung im Werkstattgebäude von Schloss Eulenbroich wurde virtuos von Sologitarrist Bernd Gast eröffnet und begleitet. „Wir freuen uns über so viel Zuspruch“, bedankte sich Elke Günzel,  Kulturbeauftragte der Stadt und Organisatorin der Veranstaltung, und lobte ausdrücklich „die Kreativität und den Einsatz der Kunstschaffenden, die seit Jahren maßgeblich zum Erfolg der Veranstaltung beitragen.“

Zur Wahl standen 47 Werke von 35 Künstlern, die im Vorfeld einvernehmlich von einer Jury ausgesucht wurden. Das Preisgeld von insgesamt 1000 Euro stiftete bereits zum siebten Mal die Rembold Stiftung zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements. Insgesamt wurden 266 gültige Stimmen abgegeben. „Die breite Stimmverteilung auf viele Werke spricht für die Qualität ihrer Kunstwerke“, betonte auch Stifter Dr. Jürgen Rembold in seiner Laudatio. Gemeinsam mit Kunsttheoretikerin Marise Schreiber stellte er in gewohnt launiger Art die Preisträger und deren Werke vor und überreichte die symbolischen Schecks sowie eine Tasse „Rösrather Kulturkaffee“.

„Ich bin überrascht und fühle mich sehr geehrt“, bedankte sich Lukrezia Krämer. Sie habe mit „Wunderland“ vor zwei Jahren ihr erstes realistisches Landschaftsbild gemalt, erzählt die 26-jährige Rösratherin, Tochter des Künstlerehepaares MaLa und Kunstschmied Roland Krämer. Die Nachwuchskünstlerin lebt und arbeitet in Düsseldorf, wo sie im Sommer 2019 das Studium der freien Künste an der Kunstakademie Düsseldorf mit Schwerpunkt Malerei abgeschlossen hat. „Wunderland zeichnet sich durch  einen diagnostischen Blick und einen sehr präzisen Perspektivenaufbau aus“, formuliert Kunsttheoretikerin Schreiber, „es besticht mit Durchblick und Horizont, es irritiert und berührt“. Keinesfalls, so die Künstlerin selbst „sei Wunderland mit einem erhobenen Klimaschutz-Zeigefinger entstanden“. Ihre Bilder sollen vielmehr Fragen stellen und dem Betrachter „alles offen lassen“.

So will es auch Martina Spiller, die vor zwei Jahren mit dem Bild „Schaf mit Fliege“ ganz oben in der Gunst des Publikums landete und sich in diesem Jahr über Platz drei für ihr Porträtgemälde „H. mit Turban“ freute. Kunsttheoretikerin Schreiber erklärt das Porträt „als eindringliche Konfrontation mit einer Frau, deren Blick etwas Ernstes, Abwägendes habe“. Das Gemälde beeindrucke durch Farbkontrast und Kontur, gemalt in mehreren Schichten auf Stoff soll es, so die Künstlerin, „ganz bewusst das ‚Dahinter‘ zeigen, was auch immer sich dort verbirgt“.

Keine Fragen offen lässt das auf Platz zwei gewählte, Acryl auf Leinwand gemalte Bild von Anne Klußmann. Es heißt „Im Watt“ und wer es sieht, ist sofort in sommerlicher Urlaubsstimmung und stapft quatschend unter dem glühend orange leuchtenden Abendhimmel durch den Schlamm des Wattenmeeres. „Klußmann gelingt es, spannende Gruppierungen von Menschen aus der Drohnenperspektive zu zeichnen, „Im Watt“ beeindruckt durch seine besondere Farbigkeit und impressionistische Anmutung“, formuliert Schreiber. Die in Rösrath wohnhafte Künstlerin hält gerne eigene Beobachtungen in ihren Werken fest, „in allem, was Sie sehen, steckt auch ein Stück meines Lebens“.

Im kommenden Jahr findet die Rösrather Künstlerausstellung zum 40.ten Mal statt, Kunstschaffende und Kunstinteressierte dürfen sich ab sofort auf eine ganz besondere Jubiläumsausstellung freuen.

sto/5.11.2019

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