Dr. Jürgen Rembold Stiftung
Dr. Jürgen Rembold Stiftung

Pressemitteilung vom 21.01.2019

PRESSEMITTEILUNG

 

Peter Fischer überzeugt mit Gesang und Humor
beim 7. Rösrather Kabarettfestival

 

Ob Peter Fischer mit seinem Song  „Geduld zahlt sich aus“ auch sein eigenes Lebensmotto besingt, ist nicht überliefert. Sicher ist aber, dass sich der aus München angereiste Künstler als erster von vier Finalisten des 7. Rösrather Kabarettfestivals bis zur Entscheidung des Publikums in Geduld üben musste und am Ende für seinen schwungvollen Auftritt mit Platz eins belohnt wurde.
Acht Nachwuchskabarettisten präsentierten an drei Abenden im Bergischen Saal von Schloss Eulenbroich Ausschnitte aus ihren aktuellen Programmen, die im Vorentscheid auf Platz eins und zwei gewählten Talente kämpften im Finale nochmals um die Gunst der Zuhörer: Am ersten Abend setzten sich Inka Meyer und Matthias Kutschmann durch, am zweiten Peter Fischer und Gerald Wolf.
Fischer überzeugte das Publikum sowohl in der Vorentscheidung als auch im Finale mit brillantem Gesang und Klavierspiel. Witzig und charmant enthüllte der 32jährige gleich zu Beginn Parallelen zwischen der Entwicklung seines Kontostandes und sinkenden SPD-Mitgliederzahlen, improvisierte und interagierte mit dem Publikum, als sein Liebeslied  für „Annegret“ ursprünglich gar nicht beabsichtigte Assoziationen zu „AKK“ auslöste und persiflierte mit Hingabe seine Liebe zu Jazzmusik. Bei aller Leichtigkeit im Ton, machte Fischer klar, dass er auch politische Botschaften im Gepäck hat: Aus Unzufriedenheit die AFD zu wählen sei als würde man Karies mit einer Klobürste bekämpfen, „am Ende kommt was Braunes raus“.
In bewährter Manier führten Dr. Jürgen Rembold, der das Preisgeld von insgesamt 3000 Euro stiftet und Ingrid Ittel-Fernau, Leiterin des Rösrather Kulturvereins, durch die drei Kabarettabende. Mit einem Augenzwinkern wiederholte der Rösrather Stifter seine Forderung, die Veranstaltungsreihe als „immaterielles Weltkulturerbe“ anzuerkennen.  Wie gut das Format inzwischen eingeführt ist, zeige sich auch an der wachsenden Zahl der Bewerber. „Unsere Nachwuchskünstler kommen aus dem ganzen Bundesgebiet“, freuten sich Ittel-Fernau und Organisatorin Ute Bernatzki vom Kulturverein. Im Rückblick stellte Stifter Rembold fest: „Der Sieg in Rösrath ist für viele Künstler ein Karrieresprungbrett mit Folgeauftritten auf großen Bühnen.“ So habe Johannnes Schröder, Sieger des 5. Kabarettfestivals 2016, letztes Jahr mit seiner Lehrerparodie „World of Lehrkraft“  den Prix Pantheon gewonnen, Özgür Cebe, Gewinner des Premiere-Festivals  2013 präsentiere sein  aktuelles Programm „Ghettos Faust“ derzeit im Fernsehen.
Wie bereits im letzten Jahr war das Rennen um Platz eins sehr eng. Knapp hinter Fischer landete Inka Meyer,  die Frau mit drei Wohnsitzen in Deutschland und „ostfriesischem Migrationshintergrund“.  Als Leiterin einer Kindertanzgruppe entlarvte sie hysterische Helikoptereltern, die im Streit um Öko- oder Discounterobst tief in ihre von Vorurteilen geprägte Welt blicken lassen. Mit trockenem Humor und schauspielerischem Talent nahm sie auch den Fake-Wahnsinn der Kosmetik- und Schönheitsindustrie auf die Schippe und hatte die Lacher mal auf der weiblichen, mal auf der männlichen Seite. 
Den dritten und vierten Platz belegten der Berliner Gerald Wolf mit seiner bissigen und sehr direkten Politschau sowie Matthias Kutschmann, der als waschechter Westfale alias Horst Schulze Entrum über die Herausforderungen als Onkel philosophierte.
Sieger Peter Fischer hat bereits zugesagt, mit einem kompletten Programm - entsprechend den Erwartungen des Kulturvereins an den Gewinner des Remboldpreises - nach Rösrath zurückzukehren. Der Vorjahressieger Markus Kapp gastiert am 28. April 2019, 17 Uhr im Schloss Eulenbroich mit seinem  neuen Programm „Wir schweifen App“.

 

Petra Stoll-Hennen, 22.01.2019

 

Pressemitteilung vom 16.12.2018

PRESSEMITTEILUNG

 

Mit Humor ins neue Jahr
7. Rösrather Kabarettfestival präsentiert acht neue Talente

 

Bereits zum siebten Mal sorgt das Rösrather Kabarettfestival zu Beginn des Jahres als kulturelles Highlight mit wortgewaltigen und musikalischen Beiträgen für beste Unterhaltung und gleich drei vergnügliche Abende in Folge. Von 15. bis 17. Januar 2019 präsentieren erneut acht Nachwuchskabarettisten Ausschnitte aus ihren aktuellen Programmen. Das Festival wird vom Kulturverein Schloss Eulenbroich mit Unterstützung der Rembold Stiftung zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements durchgeführt und ist inzwischen weit über die Grenzen Rösraths hinaus bekannt und beliebt. Wer in die Endrunde kommt und im Finale zum Sieger gekürt wird, bestimmt das Publikum. Die zwei Bestbewerteten der ersten beiden Abende treten am Finalabend zur Entscheidung nochmals an. Es geht um Preisgelder von insgesamt 3000 Euro, die der  Stifter Dr. Jürgen Rembold persönlich überreicht.

Ticketbesitzer können sich auf ein hochkarätiges, abwechslungsreiches Programm freuen: Gleich zu Beginn sinniert Markus Feuß als Kabarettist, Sprechkünstler und Klavierspieler über den Kampf um einen Hauch Glücksseligkeit in dieser Welt. Es geht um die großen Fragen des Lebens: Was erfüllt mich? Muss ich wirklich so sein wie alle anderen? Und was macht dieser Nelkenstrauß auf meinem Klavier? Dem direkten Vergleich stellt sich der ostwestfälische Schauspieler und Liedermacher Nils Bucholz alias Nisse Barfuss, der sein Publikum mit einer Mischung aus absurden Gedanken, kreativen Wortspielen und artistischen Einlagen unterhält, serviert mit einer Prise melancholischem Witz und Tiefsinn.

Vom Kontrollwahn, von der Logik des Kühlschrankabtauens und von schrägen Aktionsangeboten der Arbeitsagentur erzählt  Matthias Kutschmann aus Lüdinghausen unter seinem Künstlernamen Horst Schulze Entrum. Mit Verve und voller Lust am Scheitern katapultiert er sich in jede Katastrophe und ist ein Meister darin, sich alles schön zu reden. Kill me, Kate heißt die „Kabarett-Dramödie“ von und mit Inka Meyer. Als Theatermacherin wurde ihr das Shakespeare-Stück „Der Widerspenstigen Zähmung“ zur Inszenierung aufgebrummt. Rollenbilder von damals werden flugs ins Heute transferiert, eine Bestandsaufnahme zur Gleichberechtigung inklusive. Lassen Sie sich überraschen!

Am zweiten Abend nehmen  Mona Oswald und Carina Klemm als Duo Honett: betont taktvoll mit charmant skurrilen Texten, eingebettet in dazu eigens komponierte Melodien, den schnelllebigen Alltagswahnsinn unserer Zeit unter die Lupe. Mit Gerald Wolf tritt eine waschechte „Berliner Schnauze“ auf die Bühne. Wolf stellt sein komisches Talent auch als Parodist unter Beweis, wenn er den Berliner Politzirkus in die Mangel nimmt oder die Dienstleistungen von Post und Bahn kommentiert. Mit Selbstverständlichkeit und Leichtigkeit verbindet Peter Fischer Klavier-Melodien mit komödiantisch-sarkastischen und gesellschaftskritischen Texten. In seinem Programm „Zweitastengesellschaft“ berichtet er vom Auf und Ab der eigenen Entwicklung und benennt schonungslos die Wurzel allen Übels: den Klavierunterricht. Den Schlusspunkt setzen Wolfgang und Silvia Klösel als fränkisches Ehepaar Edgar und Irmi. In gnadenloser Offenheit bringen sie menschliche, gesellschaftliche und politische Abgründe in Deutschland auf den Tisch, im Ping-Pong bieten sie Anspruchvolles und Hintergründiges zum Lachen, das auch die grauen Zellen aktiviert.

Bereits zum zweiten Mal  bietet der Kulturverein das attraktive Sonderticket für die beiden Vorentscheidungsabende am 15. und 16. Januar an. So können Kabarettfans die Beiträge aller acht Künstler im Doppelpack für nur 19 Euro genießen (Einzeltickets 14 Euro), Tickets für den Finalabend am 17.01.2019 gibt es für 25 Euro.


Veranstaltungsort: Schloss Eulenbroich, Zum Eulenbroicher Auel 19, 51503 Rösrath, Bergischer Saal, Kartenvorverkauf:  Kulturverein Schloss Eulenbroich (zu den Öffnungszeiten), Buchhandlungen in Rösrath, Forsbach und Hoffnungsthal sowie online unter www.ztix.de und www.kulturverein-schloss-eulenbroich.de 

 

Petra Stoll-Hennen, 16.12.2018

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
Dr. Jürgen Rembold Stiftung